

Das perfekte Getting Ready –
Tipps vom Hochzeitsfotografen für Braut & Bräutigam
Von Achim Majer · Aktualisiert: April 2026
Der Morgen vor der Hochzeit ist anders als alle anderen Morgen davor. Nicht weil so viel passiert — sondern weil so viel bereits entschieden ist.
Das Kleid hängt bereit. Die Ringe liegen irgendwo sicher. Und irgendwann zwischen dem ersten Kaffee und dem letzten Knopf wird aus einem normalen Morgen der Tag, den ihr euch jahrelang vorgestellt habt.
Ich habe viele Getting Readys begleitet. Was ich dabei gelernt habe:
Die besten Bilder entstehen nicht beim Anziehen, sondern in den stillen Momenten davor und danach. Dieser Artikel gibt euch alles, was ihr für einen entspannten Hochzeitsmorgen braucht.
Wie lange dauert das Getting Ready? – Zeitplanung für Braut & Bräutigam
Die häufigste Ursache für Stress am Hochzeitsmorgen ist eine zu knappe Zeitplanung. Hier sind realistische Richtwerte aus der Praxis:
Zeitplan Braut – Richtwerte
- 4:00 h Frühstück, ruhiger Start, Ankunft Stylistin/Friseurin
- 3:30 h Haare & Make-up beginnen — Brautstyling dauert je nach Aufwand 2–3 Stunden
- 1:15 h Fotograf kommt — Details, Atmosphäre, Portraitmomente
- 0:45 h Kleid anziehen, letzter Blick in den Spiegel
- 0:15 h Puffer — bewusst freilassen, nicht verplanen
Zeitplan Bräutigam – Richtwerte
- 1:30 h Anziehen beginnt — Anzug, Krawatte oder Fliege, Manschettenknöpfe, Ansteckblume
- 1:00 h Fotograf kommt — Portraits, Details, Momente mit Trauzeugen
- 0:30 h Abfahrt zum Trauort — Bräutigam kommt meistens zuerst an
Faustformel: Plant immer 30 Minuten mehr ein als ihr zu brauchen denkt.
Haare und Make-up dauern fast immer länger als geplant.
Der Puffer am Ende verhindert Hetze — und erzeugt genau die ruhigen Bilder, die ihr euch wünscht.
Getting Ready Outfit – was zieht man beim Vorbereiten an?
Bademantel, Kimono oder Hemd – was funktioniert am besten?
Das Outfit beim Getting Ready hat zwei Aufgaben: Es soll praktisch sein und auf Fotos gut aussehen.
Der Klassiker für die Braut ist ein kurzer Satin-Bademantel in Weiß oder Creme — leicht, glatt, kurz genug, um das Kleid danach nicht zu zerdrücken. Viele Paare lassen den Bademantel mit Namen oder dem Wort „Bride“ besticken — das ergibt ein eigenständiges Detailbild und kostet wenig.
Alternativen die gut funktionieren: ein leichter Seidenkimono, ein weißes Leinenhemd oder ein oversized Blazer. Wichtig ist vor allem: helle, ruhige Farbtöne, die nicht vom Gesicht und vom Kleid ablenken.
Für den Bräutigam und die Trauzeugen funktionieren schlichte Hemden oder Unterhemden — der Anzug kommt später, aber ein aufgeräumtes Outfit beim Ankleiden ergibt bessere Fotos als ein zufälliges T-Shirt.
Tipp: Hängt das Getting Ready Outfit am Vorabend griffbereit auf — am besten an einem Haken in der Nähe des Fensters.
So habt ihr es morgens nicht vergessen und ich kann es gleich zu Beginn fotografieren.s als jeder perfekte Zeitplan.

Getting Ready Detailfotos – was bereitgelegt werden sollte
Die Objekte, die ich als Fotograf in den ersten 15 Minuten fotografiere
Bevor das Anziehen beginnt, fotografiere ich alle Details — ohne dass ihr aktiv dabei sein müsst. Das dauert ca. 10–15 Minuten und ergibt Bilder, die später das Hochzeitsalbum rahmen.
Legt diese Objekte am Vorabend an einem Ort zusammen:
- Beide Ringe — zusammen und einzeln
- Einladung oder Save-the-Date
- Parfüm (Braut und Bräutigam)
- Brautschuhe — sauber, ohne Verpackung
- Schmuck: Ohrringe, Kette, Armband
- Strumpfband, falls vorhanden
- Blumenstrauß (wenn er morgens geliefert wird)
- Manschettenknöpfe und Einstecktuch des Bräutigams
Wichtig: Etiketten von Kleid und Schuhen entfernen. Preisschilder, Aufkleber und Plastikhalter fallen auf Fotos sofort auf — und lassen sich in der Nachbearbeitung aufwändiger entfernen als man denkt.
Wann sollte der Fotograf beim Getting Ready kommen?
Optimales Timing für Getting Ready Fotos
Ich komme idealerweise, wenn Haare und Make-up zu etwa 70–80 Prozent fertig sind — ca. 60–90 Minuten vor der Abfahrt. Nicht ganz am Anfang: dann fehlen noch alle visuellen Elemente. Nicht ganz am Ende: dann fehlt Zeit für ruhige Portraitmomente.
Das konkrete Timing besprechen wir immer im Vorgespräch. Ich frage nach eurem Ablauf und empfehle dann, wann mein Kommen am meisten Sinn ergibt — abgestimmt auf euren Tag.
Team Braut – wer ist beim Getting Ready dabei?
Brautjungfern, Trauzeugin, Familie – wie viele Menschen passen?
Brautjungfern, Trauzeugin, Mama, Schwester — sie alle gehören dazu. Aber: Die Personenanzahl verändert die Atmosphäre im Raum spürbar.
Aus meiner Erfahrung als Fotograf: Die ruhigsten und emotionalsten Getting-Ready-Bilder entstehen bei 2–4 Personen im Raum. Mehr als 5–6 Personen erzeugen Party-Atmosphäre — das kann schön sein, aber es ist ein anderes Bild.
Überlegt im Vorfeld bewusst: Wollt ihr einen intimen Morgen zu zweit oder zu dritt, oder eine fröhliche Runde mit allen? Beides ist richtig. Aber es ist eine Entscheidung, die ihr aktiv treffen solltet — nicht eine, die sich von selbst ergibt, weil alle einfach dazukommen.
Tipp für den Bräutigam: Auch der Trauzeuge gehört ins Bild. Die kurze Szene, in der die Krawatte gebunden oder die Ansteckblume befestigt wird, ist eines der stärksten Motive des Getting Readys.
Plant bewusst, dass euer Trauzeuge dabei ist — und nicht erst fünf Minuten vor der Abfahrt erscheint.

Der richtige Raum für Getting Ready Fotos
Tageslicht ist das Wichtigste
Ein helles Zimmer mit einem großen Fenster ist besser als jede teure Fotoausrüstung. Warmes Kunstlicht aus Deckenlampen macht Fotos orange und flach — schaltet die Deckenbeleuchtung aus und lasst das Tageslicht die Arbeit machen.
Ideal: helles Zimmer, großes Fenster, natürliches Tageslicht
Gut: Hotelzimmer mit neutralen Farben und hellen Wänden
Vermeiden: enge Räume, dunkle Wandfarben, grelles Kunstlicht
Immer: aufgeräumter Hintergrund — Kleiderbügel, Verpackungen, Taschen vorher wegräumen
Getting Ready Locations im Vergleich
Eigenes Zuhause: Vertraut und entspannt. Nachteil: oft wenig Tageslicht und schwer freizuräumen. Aufräumen am Vortag einplanen.
Elternhaus: Emotional oft die stärksten Momente — der Vater, der die Tochter zum ersten Mal in Weiß sieht, entsteht hier. Licht prüfen und aufräumen.
Hotel: Viele Paare buchen bewusst ein Hotelzimmer für das Getting Ready — helle Räume, neutrale Wände, kein Heimchaos. Fragt das Hotel nach einem möglichst hellen Zimmer. Die meisten Hotels stellen für Braut und Bräutigam zwei getrennte Zimmer bereit.
Getting Ready Bräutigam – wird oft unterschätzt
Das Getting Ready des Bräutigams dauert ca. 45–60 Minuten. Trotzdem entstehen hier einige der stärksten Bilder des ganzen Tages.
Der Moment, wenn der Trauzeuge die Krawatte bindet. Die letzte Umarmung vor dem Aufbruch. Das kurze Innehalten vor dem Spiegel.
Plant einen eigenen Raum ein — nicht das gleiche Zimmer wie die Braut. Getrennte Getting Readys ermöglichen den First Look als bewussten Moment der Begegnung. Wer sich schon beim Anziehen sieht, verschenkt diesen Moment.
Gemeinsames oder getrenntes Getting Ready?
Getrennte Getting Readys ermöglichen den First Look als eigenen Moment. Jeder hat seinen Raum, seine Ruhe, seinen Kreis. Die Begegnung danach ist dann wirklich eine Begegnung.
Ein gemeinsames Getting Ready schafft eine andere Intimität — sich gegenseitig beim Fertigwerden zu beobachten. Funktioniert besonders gut für Paare, die nicht auf den First Look setzen.
Was sich richtiger anfühlt, ist fast immer die bessere Wahl.


Getting Ready Checkliste – alles bereit für den nächsten Morgen
Braut – am Vorabend erledigen
- Kleid auf Kleiderbügel, griffbereit — Etiketten entfernt
- Schuhe bereit — sauber, Etiketten von der Sohle entfernt
- Schmuck, Strumpfband, Parfüm an einem Ort
- Ringe griffbereit für Detailfoto
- Einladung oder Save-the-Date für Detailfotos
- Frühstück eingeplant — nicht nüchtern durch den Morgen
- Getting Ready Outfit griffbereit (Bademantel/Kimono)
- Stylistin-Uhrzeit bestätigt
Bräutigam – am Vorabend erledigen:
- Anzug, Hemd, Krawatte oder Fliege bereitgelegt
- Manschettenknöpfe und Einstecktuch griffbereit
- Ansteckblume vorhanden
- Schuhe geputzt
- Trauzeuge über Timing informiert
- Zimmer aufgeräumt
Hochzeitsfotograf Getting Ready – was ich mitbringe
Ich brauche von euch: Tageslicht, einen aufgeräumten Hintergrund und Zeit. Den Rest bringe ich mit.
Was ich beim Getting Ready fotografiere: Detailaufnahmen aller Accessoires, Atmosphäremomente (Reden, Lachen, Warten), das Anziehen des Kleides, Portraits bei natürlichem Licht — und die Momente, die ihr selbst erst auf den Fotos seht.
Ich begleite pro Wochenende nur eine einzige Hochzeit. Das bedeutet: Ich bin entspannt, nicht gehetzt. Und ich fange erst dann an zu fotografieren, wenn der Moment da ist.
Hochzeitsreportagen begleite ich ab 2.800 € — inklusive Getting Ready, vollständiger Tagesbegleitung und privater Online-Galerie.


Häufige Fragen zum Getting Ready bei der Hochzeit
Wie lange dauert das Getting Ready der Braut?
Das Brautstyling mit Haaren und Make-up dauert je nach Aufwand 2–3 Stunden. Dazu kommen Anziehen und ein bewusster Puffer. Gesamtplanung: mindestens 3,5–4 Stunden vor der Abfahrt.
Wie lange dauert das Getting Ready des Bräutigams?
Anzug, Krawatte oder Fliege, Manschettenknöpfe und Ansteckblume — ca. 45–60 Minuten. Plant eine Stunde ein, mit einem kleinen Puffer für ruhige Portraitmomente.
Was zieht man beim Getting Ready an?
Der Klassiker für die Braut ist ein kurzer Satin-Bademantel in Weiß oder Creme — leicht, fotogen, kurz genug um das Kleid danach nicht zu zerdrücken. Alternativen: Seidenkimono, weißes Leinenhemd oder oversized Blazer. Für den Bräutigam: schlichte Hemden oder Unterhemden in ruhigen Farbtönen.
Was sollte man für Getting Ready Detailfotos bereitlegen?
Beide Ringe, Einladung, Parfüm, Schuhe, Schmuck, Strumpfband, Blumenstrauß und Manschettenknöpfe des Bräutigams. Alles am Vorabend an einem Ort bereitlegen. Etiketten von Kleid und Schuhen entfernen.
Wann sollte der Fotograf beim Getting Ready ankommen?
Idealerweise wenn Haare und Make-up zu etwa 70–80 Prozent fertig sind — ca. 60–90 Minuten vor der Abfahrt. Das genaue Timing wird im Vorgespräch abgestimmt.
Welcher Raum eignet sich am besten für Getting Ready Fotos?
Ein helles Zimmer mit großem Fenster und natürlichem Tageslicht. Warme Deckenbeleuchtung vermeiden — sie macht Fotos orange und flach. Hintergrund aufräumen: Kleiderbügel, Verpackungen und Taschen vorher wegräumen.
Wie viele Personen sollten beim Getting Ready dabei sein?
Aus fotografischer Sicht entstehen die ruhigsten, emotionalsten Bilder bei 2–4 Personen im Raum. Mehr Personen erzeugen Partyatmosphäre — das kann schön sein, ergibt aber ein anderes Bild. Die Entscheidung sollte bewusst getroffen werden, nicht zufällig entstehen.
Getrennte oder gemeinsame Getting Readys?
Getrennte Getting Readys ermöglichen den First Look als eigenen Moment der Begegnung. Ein gemeinsames Getting Ready schafft eine andere Intimität. Beide Varianten funktionieren — was sich richtiger anfühlt, ist fast immer die bessere Wahl.

Über den Autor Achim Majer Hochzeitsfotograf
Ich bin Achim — Hochzeitsfotograf aus dem Raum Stuttgart/Böblingen.
Ich kenne das Gefühl, mit den Fotos des eigenen Hochzeitstags nicht glücklich zu sein.
Deshalb arbeite ich so, wie ich es damals bei meiner Hochzeit gern gehabt hätte: nah, ruhig, ohne Regie.
Ich begleite pro Wochenende nur eine einzige Hochzeit — damit euer Tag die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.

Eure Herzensmomente einzigartig fotografiert.
Ihr plant euren Hochzeitstag und wollt wissen, wie wir das Getting Ready gemeinsam angehen —
dann schreibt mir kurz.
Datum und Location reichen für den Anfang.
